Nach der WM ist vor der EM 2016 in Frankreich

Die Fußball Europameisterschaft steht vor der Tür. Vom 10.Juni bis zum 10. Juli 2016 wird diese Austragung zum 15. Mal stattfinden. Dieses Mal ist Frankreich der Austragungsort. Es werden auch zum ersten Mal nicht nur 16 Mannschaften an der Endrunde teilnehmen sondern es werden 24 Mannschaften sein.

Die Bewerbungen für die EM Frankreich 2016

Stamp - EM 2016Der Vorgang für die Fußball Europameisterschaft 2016 wurde in drei Phasen unterteilt. In der dritten Phase fand die Nominierung des Gastgeberlandes statt. Es waren insgesamt sieben nationale Verbände gemeldet mit fünf Bewerbungen die sich um die Austragung der Europameisterschaft 2016 beworben haben. Die Verbände von Frankreich, Italien und der Türkei gaben jeweils Einzelbewerbungen ab. Gemeinschaftsbewerbungen kamen von Norwegen und Schweden sowie von Schottland und Wales diese Gemeinschaftsbewerbungen waren zwar vorgesehen wurden aber nicht eingereicht. Durch die zu hohen Kosten haben Wales und Schottland auf die Bewerbung verzichtet. Auch Norwegen und Schweden haben darauffolgend am 9. Dezember 2009 ihren Verzicht bekannt gegeben. Es sind darauf hin noch Italien, Frankreich und die Türkei in die Auswahl gekommen, wobei Italien in der ersten Abstimmung am 28. 5. 2010 ausschied. In der zweiten Runde der Abstimmung die am gleichen Tag stattfand ist die Türkei ausgeschieden und Frankreich gewann die Abstimmung mit 7:6 Stimmen gegen die Türkei. Nachdem festgesetzt wurde, dass 24 statt 16 Mannschaften an der EM 2016 teilnehmen sollen, gab es weitere Bewertungskriterien in Bezug auf die Stadienanforderungen. Es werden 9 Stadien benötigt und es sollen drei weitere Stadien als Ersatz Austragungsorte bestimmt werden. Allerdings sollten aber mindestens zwei Stadien Platz für 50.000 Zuschauer bieten, drei Stadien mit mindestens 40.000 Zuschauerplätzen und mindestens vier Stadien für 30.000 Zuschauer.

Die Spielorte der Europameisterschaft 2016

a) in der Stadt Saint-Denise, das Stadion “Stade de France”

b) in der Stadt Marseille, das Stadion “Stade Vélodrome”

c) in der Stadt Décines-Charpieu (Lyon), das Stadion “Stade des Lumières” (dieses Stadion befindet sich noch im Bau)

d) in der Stadt Paris, das Stadion “Parc des Princes”

e) in der Stadt Lens, das Stadion “Stade Bollaert-Delelis”

f) in der Stadt Saint-Étienne, das Stadion “Stade Geoffroy-Guichard”

g) in der Stadt Toulouse, das Stadion “Stadium Municipal”

h) in der Stadt Nizza, das Stadion “Allianz Riviera”

i) in der Stadt Bordeaux, das Stadion “Grand Stade de Bordeaux” (es befindet sich noch im Bau)

j) in der Stadt Villeneuve-d’Ascq (Lille), das Stadion “Stade Pierre-Mauroy”

Die Qualifikationen für die EM 2016

Fußball Frankreich France 2016Da Frankreich der Gastgeber ist, hat sich dieses Land automatisch für die Endrunde 2016 qualifiziert. Mit den anderen 23 Teilnehmern werden die Plätze in der Zeit von September 2014 bis November 2015 für die spezifischen Qualifikationsgruppen mit sechs Mannschaften ermittelt. Die Gruppen wurden am 23. 2. 2014 in Nizza im Palais des Congrès Acropolis ausgelost. Die endgültige Auslosung der Gruppen für das Endrunden- Turnier der EM Frankreich 2016 findet am 12.12.2015 in Paris statt. Zum aller ersten Mal wird auch Gibraltar an der Qualifikation von einem Turnier in derart großen Ausmaßen teilnehmen. In Topf eins befindet sich der Titelverteidiger Spanien bei der Auslosung und Gibraltar der neue Teilnehmer in diesem Turnier, wird mit insgesamt 8 Mannschaften aus dem Topf 6 gezogen. Insgesamt werden aus 53 Nationen ausgelost wer die jeweiligen Gegner in dieser EM Qualifikation sein werden. Wie bisher besteht die Qualifikation zur Europameisterschaft aus zwei unterschiedlichen Teilen, zum einen aus der Gruppenphase und zum anderen aus den Playoffs. Von September 2014 bis einschließlich im November 2015 treten insgesamt 53 Nationalmannschaften in diesen beiden Phasen gegeneinander an, um sich vier Playoff Spielen und sechs Qualifikationsgruppen einen Platz von den 23 Endrundenplätzen sichern zu können. Qualifizieren werden sich die 18 Erstplatzierten und die Zweitplazierten und die besten der Gruppendritten für die EM-Endrunde. Die letzten acht Gruppendritten werden sich in den nachgelagerten Playoff-Spielen, ihren Platz von den verbleibenden vier Endrundenplätzen reservieren. Ausscheiden werden dann die Viert-und Fünftplatzierten sowie die Sechstplazierten in den jeweiligen Gruppen. Als ein Auffüllteam wird das Gastgeberland fungieren bei dieser EM Qualifikation und das wird auch zum ersten Mal in der Geschichte der EM sein. Das Gastgeberland wird der Fünfergruppe zugeordnet werden, wobei Franck Ribery und sein Team diese Begegnungen außer Konkurrenz spielen. In diesem Fall erhält Frankreich den Partnerstatus und wird Freundschaftsspiele an den jeweiligen Qualifikationstagen gegen die Mannschaften aus den jeweiligen Gruppen austragen, da diese sonst Spielfrei hätten. Gewertet werden die Ergebnisse, die in diesen Spielen erzielt werden aber nicht, von daher steht es den Mannschaften frei, ob sie diese Spiele gegen Frankreich antreten möchten. Es werden aber noch einige neue Statuten festgelegt werden. Zum Beispiel wird die Fußball-Woche bei der EM Frankreich 2016 eingeführt, wobei die Spiele der sechs Gruppen auf mehrere Tage verteilt werden. Das bietet den Vorteil, dass die Zuschauer die Möglichkeit haben werden, mehr Partien als bisher live erleben zu können. Die Startzeiten der Spiele werden an den Samstagen und Sonntagen immer um 18.00 Uhr stattfinden und um 20.45 Uhr an den Donnerstagen, Freitagen sowie Montag und Dienstag.

Neue Anforderungen bei der EM Frankreich 2016

Da es bei dieser EM mehr Mannschaften geben wird, finden einige Veränderungen an dem Modus der Endrunde statt. Nicht mehr wie es bisher war, das vier Gruppen a vier Teams gegeneinander antreten, wird es 2016 so sein, das es sechs Gruppen a vier Teams geben wird. Dabei werden sich die sechs Erst- und Zweitplatzierten qualifizieren können, als auch die vier besten der Dritten. Diese qualifizieren sich für das Achtelfinale, also in die K.o. Runde der EM 2016. Schon bei der Damen Fußball WM in Schweden 2013 kam dieser Modus zum ersten Mal zum Einsatz. Dabei könnte es allerdings passieren, dass die Drittplatzierten bei einem Punktegleichstand durch ein Losverfahren entschieden werden. Ebenso gab es eine Anpassung in Bezug auf die Turnierdauer, denn durch die größere Teilnehmerzahl, werden nun 51 Spiele anstatt wie bisher 31 Spiele in vier Wochen stattfinden.